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openDesk als Notfallarbeitsplatz: Sozialversicherer ziehen positive Bilanz im Krisenfall-Verbundprojekt

21.07.26 · ZenDiS
Lutz Niemeyer
1 Min. Lesezeit
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Vertreter:innen der am CKKI-Projekt beteiligten Partner posieren für ein Gruppenfoto.

Verbundprojekt „Cloudbasierte Kommunikation für kritische Infrastrukturen (CKKI)“ erfolgreich abgeschlossen – Konsultationsprozess zu openDesk als Notfallarbeitsplatz startet im August

Bochum, 21.07.2026. Das Verbundprojekt „Cloudbasierte Kommunikation für kritische Infrastrukturen“ (CKKI) ist erfolgreich abgeschlossen. Die Deutsche Rentenversicherung Bund, die Bundesagentur für Arbeit, die BITMARCK Holding GmbH und die BG-Phoenics GmbH haben gemeinsam mit dem Zentrum für Digitale Souveränität der Öffentlichen Verwaltung (ZenDiS) erprobt, ob und wie die Office- und Kollaborationssuite openDesk als Notfallarbeitsplatz für Sozialversicherungen eingesetzt werden kann. Das Ergebnis: openDesk ist bereits jetzt in der Krisenkommunikation einsetzbar.

In vier eigenständigen openDesk-Instanzen wurden Interoperabilität, Konnektivität und der übergreifende Nutzen unterschiedlicher Cloud-Infrastrukturen exemplarisch erprobt. Umgesetzt wurde das Projekt gemeinsam mit den Verbundpartnern IONOS, STACKIT und T-Systems und gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) durch Finanzierung der Europäischen Union.

Positive Testergebnisse unter Realbedingungen

In Business-Continuity-Management-Testszenarien (BCM) unter Realbedingungen wurden die openDesk-Module Dateien, Chat, E-Mail und Videokonferenz von Testusern auf ihre Krisentauglichkeit geprüft – mit durchweg positivem Ergebnis. Auch die Migration der Instanzen zwischen zwei unterschiedlichen Cloud-Plattformen wurde erfolgreich durchgeführt und bestätigt die Flexibilität der Lösung im Zusammenspiel verschiedener Cloud-Anbieter.

Leonhard Kugler, Geschäftsführer ZenDiS, sagt: „Das Projekt zeigt, welches Potenzial in souveränen Open-Source-Lösungen steckt: openDesk kann auch unter Krisenbedingungen schnell, dezentral und verlässlich bereitgestellt werden. Gerade für kritische Infrastrukturen ist das ein starkes Signal: Digitale Souveränität ist kein abstraktes Ziel, sondern konkrete Handlungsfähigkeit im Ernstfall.“

Erkenntnisse fließen in europäische Cloud-Initiative ein

Die Projektergebnisse fließen direkt in die 8ra-Initiative der Europäischen Union ein, die eine sichere und souveräne Cloud- und Edge-Infrastruktur in Europa aufbauen will, in der verschiedene Anbieter problemlos zusammenarbeiten können.

Dr. Matthias Flügge, Direktor der Deutschen Rentenversicherung Bund, betont: Als eine der größten Sozialversicherungen Europas tragen wir eine besondere Verantwortung dafür, dass sensible Daten und kritische Kommunikationswege auch in Krisensituationen sicher, geschützt und nutzbar bleiben. Der erfolgreiche Abschluss des CKKI-Projektes hat gezeigt, dass leistungsfähige Open-Source-Lösungen für die öffentliche Verwaltung eine tragfähige Option darstellen. Die Fähigkeit digitale Daten und Infrastrukturen selbstbestimmt und unabhängig nutzen zu können gewinnt zunehmend an Bedeutung und kommt letztendlich den Versicherten zu Gute.“

Konsultationsprozess startet im August

Auf Basis der Projektergebnisse startet Ende August ein öffentlicher Konsultationsprozess, an dem interessierte Akteurinnen und Akteure aus der Öffentlichen Verwaltung aktiv teilnehmen können. Ziel ist es, die im CKKI-Verbundprojekt gewonnenen Erkenntnisse zu vertiefen und den Einsatz von openDesk als souveränen Notfallarbeitsplatz weiter zu skalieren. Wer sich für souveräne, krisenfeste Kollaborationslösungen interessiert, ist eingeladen, sich am Prozess zu beteiligen.

openDesk als Notfallarbeitsplatz

openDesk kann von der Öffentlichen Verwaltung sowohl als Standard-Arbeitsplatzlösung als auch für die Kommunikation im Krisenfall genutzt werden. Das ZenDiS verantwortet als Product Owner die Weiterentwicklung der Lösung und koordiniert das Ökosystem der Betreiber. Bei Interesse an der Einführung von openDesk für die Krisenkommunikation, stehen die im Rahmen des CKKI-Projekts erprobten Cloud-Betreiber IONOS, STACKIT und T-Systems interessierten Organisationen für Fragen zur Verfügung.

Über openDesk

openDesk ist eine vollfunktionsfähige Office- und Kollaborationssuite für die Öffentliche Verwaltung. Das Zentrum für Digitale Souveränität der Öffentlichen Verwaltung (ZenDiS) hat openDesk entwickelt, die Markteinführung fand im Oktober 2024 statt. Aktuell sind bereits 100.000 Verwaltungsarbeitsplätze mit openDesk ausgestattet. Alle Komponenten von openDesk basieren auf am Markt etablieren Open-Source-Lösungen aus Deutschland und dem europäischen Raum.

Über das ZenDiS

Das Zentrum für Digitale Souveränität der Öffentlichen Verwaltung (ZenDiS) wurde 2022 durch die Bundesregierung gegründet. Als Kompetenz- und Servicezentrum unterstützt das ZenDiS die Öffentliche Verwaltung auf Ebene von Bund, Ländern und Kommunen dabei, ihre Handlungsfähigkeit im digitalen Raum langfristig abzusichern – vor allem, indem kritische Abhängigkeiten von einzelnen Technologieanbietern aufgelöst werden. Dazu konzentriert sich das ZenDiS in der ersten Ausbaustufe darauf, den Einsatz von Open-Source-Software in der Öffentlichen Verwaltung voranzutreiben. Das ZenDiS ist eine GmbH und liegt derzeit zu 100 Prozent in der Hand des Bundes. Die Beteiligungsführung liegt beim Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS). Sitz des ZenDiS ist Bochum.

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