openDesk auf K3s selber hosten
In diesem technischen Leitfaden zeigen wir Ihnen, wie Sie die Rundum-Lösung openDesk auf Ihrem eigenen Server mit K3s installieren und so Ihre digitale Unabhängigkeit selbst in die Hand nehmen.
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openDesk ermöglicht mehr Contributions durch einen verbindlichen CLA-Prozess
openDesk ist Open Source — und das soll mehr sein als ein Label. Deshalb haben wir einen Prozess geschaffen, über den Entwicklerinnen und Entwickler außerhalb des Kernteams zur Weiterentwicklung beitragen können. In diesem Beitrag erklären wir, wie das funktioniert und was Sie dafür brauchen.
openDesk wird auf der Plattform openCode entwickelt, die als GitLab-Instanz speziell für den öffentlichen Sektor in Deutschland betrieben wird. Persönliche Projektbereiche stehen dort nur Angehörigen deutscher öffentlicher Einrichtungen zur Verfügung. Damit sich trotzdem jede und jeder beteiligen kann — ob IT-Dienstleister, freie Entwicklerin oder internationale Community — haben wir einen strukturierten Weg über ein Contributor License Agreement (CLA) eingerichtet.
Schritt 1: GitLab-Profil einrichten
Grundlage ist ein Konto auf openCode. Stellen Sie sicher, dass Ihr Benutzername und Ihr vollständiger Name korrekt hinterlegt sind und dass Sie signierte Commits erzeugen können — wahlweise per GPG oder SSH.
Schritt 2: Zugang beantragen
Um das CLA unterzeichnen zu können, benötigen Sie Developer-Zugang zum CLA-Signer-Projekt. Dafür genügt es, ein Issue mit dem Wort „Access request" im Titel zu eröffnen. Ein automatisierter Job prüft neue Issues alle 15 Minuten, erteilt den Zugang und schließt das Issue.
Schritt 3: CLA unterzeichnen
Das Contributor License Agreement dokumentiert die Rechte, die Sie dem openDesk-Projekt an Ihren Beiträgen einräumen. Es steht in deutscher und englischer Sprache zur Verfügung. Für die Unterzeichnung gibt es zwei Wege:
Digital: Sie erstellen einen Merge Request, der Ihren Eintrag zur Datei cla-signers.txt hinzufügt — mit einem signierten Commit und einer vorgegebenen Commit-Nachricht, in der Sie die CLA-Anerkennung bestätigen. Das openDesk-Team prüft und mergt den MR zeitnah.
Klassisch: Sie drucken das Dokument aus, unterschreiben es handschriftlich, scannen es ein und senden es per E-Mail an opendesk@zendis.de. Die Eintragung in die Signerliste übernehmen wir dann für Sie.
Nach erfolgreicher CLA-Unterzeichnung erhalten Sie automatisch einen persönlichen Gruppenbereichen innerhalb der openDesk Contributions-Gruppe auf openCode. Dort können Sie Forks der openDesk-Repositories anlegen und von dort Merge Requests gegen die Upstream-Projekte eröffnen.
Beiträge sind insbesondere in folgenden Bereichen willkommen: Deployment und die zentrale openDesk-Konfiguration, Tooling, Dokumentation sowie Container-Images und Helm-Charts der plattformeigenen Komponenten.
openDesk folgt der Deutschen Verwaltungscloud-Strategie (DVS) und paketiert Komponenten als Helm-Charts. Kubernetes-Operators und Custom Resource Definitions werden bewusst vermieden, um die Portabilität über alle DVS-konformen Plattformen hinweg sicherzustellen. Auch neue Tooling-Abhängigkeiten sollten vorab mit dem Team abgestimmt werden.
Für alle Beiträge gilt: Bitte machen Sie sich mit den bestehenden Workflow-Konventionen vertraut — insbesondere zu Commit-Nachrichten und Branching. Bei größeren Vorhaben empfehlen wir, zunächst ein Issue zu eröffnen, um den geplanten Ansatz mit dem Team abzustimmen und Doppelarbeit zu vermeiden.
openDesk lebt davon, dass die Verwaltung und ihr Ökosystem gemeinsam an einer souveränen Office-Lösung arbeiten. Ob Bugfix, Dokumentationsverbesserung oder neues Feature — jeder Beitrag zählt. Die Details zum gesamten Prozess finden Sie in der Contributing-Dokumentation auf openCode.
Wir freuen uns auf Ihren ersten Merge Request!
Der Contribution-Prozess, den wir hier vorstellen, ist ein erster Schritt. Wir wissen, dass sich ein guter Beitragsprozess nur in der Praxis bewähren kann — und dass es dabei Reibungspunkte geben wird. Deshalb werden wir den Ablauf auf Basis der gesammelten Erfahrungen und Ihres Feedbacks kontinuierlich weiterentwickeln.
Ein Thema, dem wir uns dabei aktiv widmen werden, ist der Umgang mit KI-gestützten Beiträgen. Coding-Assistenten wie OpenCode oder Claude werden in der Softwareentwicklung zunehmend selbstverständlich — und damit stellen sich Fragen zu Transparenz, Qualitätssicherung und rechtlicher Verantwortung. Das Linux-Kernel-Projekt hat hier mit seiner Richtlinie für AI Coding Assistants einen pragmatischen Rahmen geschaffen: KI-gestützter Code ist willkommen, solange ein Mensch die volle Verantwortung übernimmt und die Nutzung transparent über ein Assisted-by-Tag dokumentiert wird.
Wenn Ihnen etwas auffällt, das wir besser machen können — sei es im CLA-Prozess, bei der Zusammenarbeit über Forks oder in der Dokumentation — dann lassen Sie es uns wissen. Am einfachsten über ein Issue auf openCode oder per E-Mail an opendesk@zendis.de.
In diesem technischen Leitfaden zeigen wir Ihnen, wie Sie die Rundum-Lösung openDesk auf Ihrem eigenen Server mit K3s installieren und so Ihre digitale Unabhängigkeit selbst in die Hand nehmen.
RessourcenMit openDesk Version 1.11 fokussieren wir uns weiterhin auf die kontinuierliche Verbesserung der Systemstabilität, Sicherheit sowie der Optimierung der kollaborativen Arbeit der Nutzer.
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